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04.07.2007

Lesezeit: etwa 1 Minute

Globalisierung erfolgreich – Quelle schließt Kundenservice-Center

Wie von vielen Betroffenen und Außenstehenden befürchtet, hat die Quelle-Geschäftsleitung heute die Schließung der beiden Kunden-Service-Center in Nürnberg bestätigt.

Damit werden die meisten der 741 Beschäftigten ihren Arbeitsplatz verlieren. Es drängt sich der berechtigte Verdacht auf, den ich in der Stadtratssitzung vom 20.6.07 in einem Dringlichkeitsantrag formuliert habe, dass es vom Anfang der Verhandlungen an das Ziel von Quelle war, die Arbeitsplätze aus Nürnberg weg in Billiglohn-Zonen zu verlegen, um wesentlich niedrigere Löhne und Sozialleistungen zahlen zu können. Damit hat die Globalisierung nach der produzierenden Industrie auch den Dienstleistungssektor erreicht, denn schließlich kann ein Telefon-Servicecenter überall betrieben werden. Es ist nachvollziehbar, dass vor allem Großunternehmen die Möglichkeiten des schrankenlosen Waren- und Arbeitskräfte-Marktes nutzen. Dieser Entwicklung wird durch die Politik auch in Nürnberg Vorschub geleistet, da die Koalitions-Parteien im Rathaus ebenso zu den Befürwortern der Globalisierung gehören, die für Arbeitsplatzverlagerung und Sozialabbau verantwortlich ist. Immer mehr Bürger werden nun zu Opfern des ungleichen Wettbewerbes mit billigeren Arbeitskräften z.B. in osteuropäischen Nachbarländern, mit wesentlich niedrigeren Lebenshaltungskosten. Um die in unserem Land verbleibenden Arbeitsplätze entsteht ein immer schärferer Wettbewerb von Einheimischen mit Zuwanderern und Gastarbeitern.
Festzustellen bleibt auch, dass die im Nürnberger Rathaus herrschenden Parteien bei der seit Monaten drohenden Schließung der Quelle-Service-Center bei weitem nicht die öffentliche Unterstützung für die Betroffenen leisteten, wie dies bei dem Arbeitsplatz-Kampf der AEG-Beschäftigten der Fall war, obwohl annähernd die gleiche Anzahl von Arbeitsplätzen betroffen ist. Diesen Vorwurf müssen sich die politisch Verantwortlichen gefallen lassen, die das Thema auch in der letzten Stadtratssitzung nicht behandeln wollten und den Dringlichkeitsantrag der Wählergruppe Bürgerinitiative Ausländerstopp, vertreten durch Stadtrat Ralf Ollert, in den Wirtschaftsauschuss verwiesen.

R.Ollert

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