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22.04.2006

Lesezeit: etwa 1 Minute

Wirtschaftsbericht 2005 - Mehr Arbeitslose!

Nürnberg - Der vom Wirtschaftsreferat kürzlich dem Stadtrat vorgestellte Bericht über die Entwicklungen im vergangenen Jahr, konnte zwar auf vielfältige Aktivitäten verweisen, musste aber steigende Arbeitslosenzahlen konstatieren.

Wie am Beispiel der AEG in den letzten Monaten erst wieder öffentlich deutlich wurde, sinkt vor allem die Zahl der Arbeitsplätze in den großen Industriebetrieben, aber auch im Handwerk und in der Bauwirtschaft gibt es weniger Beschäftigung. Ebenso baut der Handel Arbeitsplätze ab, der als „Rettungsanker“ oft hoch gelobte Dienstleistungssektor stagniert dagegen.

Dabei kann sich Nürnberg inzwischen als „High-Tech“-Standort bezeichnen, der jahrzehntelange immer mehr fortschreitende Verlust von Industriearbeitsplätzen konnte jedoch durch die Ansiedlung und Gründung von Unternehmen in diesen und anderen Bereichen nicht aufgefangen werden. So wurden durch neue Firmen zum Großteil nur jeweils relativ wenige Arbeitsplätze geschaffen, da es sich um kein produzierendes Gewerbe handelt.

Bedenklich ist die Entwicklung hin zur „geringfügig entlohnten Beschäftigung“, zu Lasten der „sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze“. Das heißt, immer weniger Bürger haben einen festen, relativ sicheren Arbeitsplatz, mit Sozialleistungen. Dies schafft weniger soziale Sicherheit für die Tätigen und sorgt für sinkende Kaufkraft, und damit sinkenden Lebensstandard. Mit der beschlossenen Anhebung der Mehrwertsteuer ab 1.1.2007, sorgen die Koalitionsparteien in Berlin für die weitere „Verarmung“ des Volkes.

Eklatant ist auch der Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit und der hohe Anteil der Ausländer an der Zahl der Arbeitslosen, mit 34,9 %. Verantwortungsvolle deutsche Politik müsste hier ansetzen!

Als „Rezept“ für die Zukunft, wird in dem Wirtschaftsbericht die weitere Internationalisierung der Wirtschaft gefordert, obwohl dies mehr Gefahren und Nachteile als Chancen birgt. Durch die EU-Dienstleistungsrichtlinien, Stichwort Niederlassungsfreiheit und Arbeitnehmerfreizügigkeit, wird die Konkurrenz am deutschen Arbeitsmarkt immer mehr zunehmen, während die Arbeitsplätze, durch einen hirnrissige EU-Förderpolitik, verstärkt ins Ausland verlagert werden.

Die Alternative liegt vielmehr im Aufbau einer raumorientierten detuschen Volkswirtschaft, die unsere Interessen schützt, den Mittelstand fördert und ihm ein Überleben im Wirtschaftsstandort Deutschland möglich macht. Die Globalisierung ist jedoch der Totengräber der deutschen Volkswirtschaft. Ihr ist deshalb auf allen Ebenen entgegenzutreten.

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