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13.11.2018

Lesezeit: etwa 1 Minute

Sanierung in Neuselsbrunn nicht auf Kosten der Geschädigten! BIA stellt Antrag im Stadtrat:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

 

wie inzwischen hinreichend bekannt, müssen an den Hochhäusern Neuselsbrunn 7, 31, 32, 53 und 54 in Langwasser die Fassaden abgetragen werden, da bei der Errichtung im Jahre 1965 auch brennbares Material in der Außenfassade verbaut wurde und somit eine zumindest mögliche Brandgefahr besteht.

Für die laut Fachleuten nunmehr notwendige und bereits begonnene "Hau-Ruck-Aktion" der Fassadenabtragung sollen die Eigentümer der Wohnungen die Kosten zahlen. Viele der Wohnungen sind in Privatbesitz und werden von der Vonovia Immobilien Treuhand (VIT) verwaltet, die auch die Arbeiten in Auftrag gegeben hat.

Die Wohnungsbesitzer sollen also für einen Schaden haften, den sie nicht zu verantworten haben. Viele wären damit in ihrer Existenz bedroht, da sie die zu erwartende Anteilshöhe von schätzungsweise 45-50 Tausend Euro pro Wohnung nicht aufbringen können und ihre Ersparnisse in das Wohneigentum, auch als Altersvorsorge, investiert haben. 

Bauherr der Gebäude war 1965 die "Deutschbau", eine gemeinnützige Gesellschaft des Bundes und der damals staatlichen Post. Schon zu dieser Zeit war die Verwendung von brennbaren Materialien im Fassadenbau nicht erlaubt.

Auch bei einer Erneuerung der Dämmung durch die "Deutschbau" im Jahre 1995 wurde das brennbare Material nicht entfernt, sondern es blieb verbaut.

Der Verursacher das Schadens war also mutmaßlich die Baugesellschaft "Deutschbau". Ob diese letztlich für den Schaden aufkommen muss, was zu erwarten sein sollte, werden wohl die Gerichte klären müssen. Unzweifelhaft besteht jedoch eine moralische Pflicht wie eine Verantwortung des Bundes und der "öffentlichen Hand", die Kosten der Baumaßnahme zu übernehmen und nicht den völlig an diesem Zustand unschuldigen Eigentümern aufzulasten.

 

Für die nächste Stadtratssitzung stellen wir deshalb folgenden

 

Antrag:

 

Es wird über den Sachstand berichtet und welche Möglichkeiten es gibt die Betroffenen zu unterstützen.

Welche konkreten Schritte und Maßnahmen werden dafür von der Stadtverwaltung in die Wege geleitet?

 

Ralf Ollert, Stadtrat 

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